metahaus

abweisend und geheimnisvoll, wie ein bollwerk längst vergangener zeit, stand das alte abspannwerk lange mitten in der belebten leibnizstraße. nie richtig greifbar war seine nutzung. verständlich ist da die abenteuerlust, die den architekten und nutzer dazu gebracht hat, das alte gemäuer zu ergründen und in ein modernes dienstleistungsgebäude zu verwandeln. es erfüllt heute, was es seit seiner erbauung stets verweigerte: die lebendige einordnung in den stadtkontext.

die innenarchitektin, christa fischer, hat bereits die büros von metadesign vor deren einzug in das metahaus gestaltet. aus räumen des ehemaligen abspannwerks kreierte sie einen repräsentativen unternehmenssitz für die kommunikations-agentur mit hohem indentifikationswert.

abgeleitet aus den von metadesign präzise formulierten anforderungen wurde eine gestaltsprache entwickelt, die sich in einfachen objekten manifestiert. auch hier gilt reduktion auf einfache materialien und wenige farben. die mehrzahl der einrichtungselemente ist in kleinen serien gefertigt worden. nahezu alles ist beweglich und kann von den mitarbeitern nach ihren bedürfnissen konfiguriert werden. auf einbaumöbel wurde weitestgehend verzichtet. metadesign arbeitet in teams. hierfür wurde eigens der raumtyp des studios entwickelt. aus dem ursprünglichen labyrinth unterschiedlicher raumtypen entstanden insgesamt 10 studios, die jeweils platz für 22 mitarbeiter bieten.

2000

projektarchitekt: c.fischer innenarchitekten